Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen
Donnerstag, 19. Februar 2009
Die Hürde ist geschafft: knapp 53.000 Mitzeichner hat die Petition von Susanne Wiest, die den Bundestag auffordert, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens zu beschließen.
Nun, nach Ende der Zeichnungsfrist, berichten auch alle diejenigen Medien, die sich offenbar bislang Zurückhaltung auferlegt hatten; man wollte wohl nicht schuld sein an zuviel Engagement. In den zugehörigen Foren der Online-Angebote großer Tageszeitungen wird derweil, wie immer, erbittert über die Grundeinkommensidee diskutiert, wobei die ablehnende Fraktion meist nicht durch Fragen zur Finanzierbarkeit, sondern durch die fanatische Überzeugung auffällt, des Menschen Heil sei die Maloche.
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" - "Leistung muss sich lohnen" - der postmoderne Mensch bewegt sich immernoch auf dem Reflexionsniveau von Jägern und Sammlern. Gebt einem Hausschwein Denkvermögen und lasst es Produktionsprozesse automatisieren - es würde sicher nicht auf die Idee kommen, dann noch die archaischen Slogans christlicher Arbeitsethik rauszuhauen, sondern sich ein freies, kreatives und genüssliches Leben im Kreise seiner Artgenossen einrichten. Und es hätte verdammt Recht.
"Arbeit macht frei" - Diese Religion ist wirklich, wirklich hartnäckig. Und zusammen mit dem vor allem hierzulande grassierenden Sozialneid wird sie richtig widerlich.
Wenn die Petition von Frau Wiest nur dafür sorgen sollte, dass wenigstens ein paar der notorischen Tunnelblicker Seitwärtssicht erhalten, hat sich die Sache schon gelohnt. Diese ewig gleiche, missgünstige und einfallslose Leier ist ja nicht zum Aushalten.
Ich habe übrigens überhaupt keine Zeit zu arbeiten; dazu bin ich zu beschäftigt.
Informationen zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens:
Initiative Grundeinkommen
BGE-Portal
Nun, nach Ende der Zeichnungsfrist, berichten auch alle diejenigen Medien, die sich offenbar bislang Zurückhaltung auferlegt hatten; man wollte wohl nicht schuld sein an zuviel Engagement. In den zugehörigen Foren der Online-Angebote großer Tageszeitungen wird derweil, wie immer, erbittert über die Grundeinkommensidee diskutiert, wobei die ablehnende Fraktion meist nicht durch Fragen zur Finanzierbarkeit, sondern durch die fanatische Überzeugung auffällt, des Menschen Heil sei die Maloche.
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" - "Leistung muss sich lohnen" - der postmoderne Mensch bewegt sich immernoch auf dem Reflexionsniveau von Jägern und Sammlern. Gebt einem Hausschwein Denkvermögen und lasst es Produktionsprozesse automatisieren - es würde sicher nicht auf die Idee kommen, dann noch die archaischen Slogans christlicher Arbeitsethik rauszuhauen, sondern sich ein freies, kreatives und genüssliches Leben im Kreise seiner Artgenossen einrichten. Und es hätte verdammt Recht.
"Arbeit macht frei" - Diese Religion ist wirklich, wirklich hartnäckig. Und zusammen mit dem vor allem hierzulande grassierenden Sozialneid wird sie richtig widerlich.
Wenn die Petition von Frau Wiest nur dafür sorgen sollte, dass wenigstens ein paar der notorischen Tunnelblicker Seitwärtssicht erhalten, hat sich die Sache schon gelohnt. Diese ewig gleiche, missgünstige und einfallslose Leier ist ja nicht zum Aushalten.
Ich habe übrigens überhaupt keine Zeit zu arbeiten; dazu bin ich zu beschäftigt.
Informationen zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens:
"Tötet Israel!" - Friedensdemo in Rinteln
Freitag, 16. Januar 2009
Ich war etwa zehn Minuten vor Eintreffen der Demonstration auf dem Rintelner Marktplatz und bin zunächst zu den fünf anwesenden Polizisten gegangen, um sie von meinem Vorhaben einer Ein-Mann-Gegendemo pro Israel zu unterrichten. Besorgte Blicke, der Einsatzleiter wurde informiert, Plakat und Flugblatt in Augenschein genommen. Und dann die Bemerkung: "Wie stellen Sie sich das denn vor, wenn die Stimmung kippt?" - Darauf ich: "An mir soll's nicht liegen; ich bin friedlich und kooperativ und Sie sind ja auch noch da." - Polizist: "Haben Sie denn nicht das mit Duisburg in der Zeitung gelesen?" - Ich: "Doch. Aber das kann ja wohl nun gerade kein Grund sein, das nicht zu machen." - Verständnisloses Kopfschütteln.
Dann kam der Einsatzleiter - endlich ein vernünftiger Mensch. Er hat zwei Kollegen abgestellt, die direkt neben mir stehen sollten, meine Personalien aufgenommen und war einfach sehr angenehm sachlich und freundlich; keinerlei "bedenkliche" Rückfragen zum Vorhaben oder ähnliches.
Und dann kam die "Friedensdemo" um die Ecke: ca. 100 Menschen, laute "Tötet Israel!"-Rufe, viele Palästinenser-Tücher, vier bis fünf grüne Stirnbänder, ein paar Plakate und Spruchbänder, von denen der "offiziell vorbereitete Teil" durch Gleichfarbigkeit (schwarze Schrift auf gelbem Grund) und political correcte Slogans auffiel: "Gegen Krieg!" - "Frieden für Gaza!" usw. Daneben auch ein selbstgemaltes "Allahs Segen für die Freiheitskämpfer der Hamas!"-Schild und ein "Unsere Kinder sterben in Gaza"-Spruchband, das bezeichnenderweise von drei ca. vierzehnjährigen Mädchen getragen worden ist. Merkwürdige "Hintermänner" hinter den Organisatoren (welch letztere ich - wir leben ja in einer Kleinstadt - persönlich kenne), die immer wieder Rücksprache hielten.
Die Ansprache - zunächst in Deutsch - war nicht weiter auffällig (zumindest in Deutsch): Allgemeinplätze: Frieden, Ende der Eskalation usw. Dann Ansprache auf Türkisch (evtl. auch auf Arabisch), teilweise unterbrochen durch einen "Megaphon-Vorsänger" und chorale Wiederholung durch die Menge. Ich hätte gerne gewusst, was da gerufen wird.
Zuletzt schließlich - wieder auf Deutsch - Ende der Kundgebung. Der Organisator verpflichtete die Menge darauf, auch jetzt friedlich zu bleiben und nach Hause zu gehen.
Zu diesem Zeitpunkt gesellten sich vier weitere Polizisten zu mir und zwei Freunden, die inzwischen noch eingetroffen waren. Dann kamen nacheinander etwa 10 Leute aus der Menge und machten Fotos von mir und dem Plakat. Wir blieben noch eine Weile stehen, bis sich die Versammlung aufgelöst hatte und wurden dann von zwei Polizisten ein Stück Richtung zuhause begleitet. Auf dem Weg noch eine kurze, inhaltliche, aber sehr friedliche und halbwegs vernünftige Diskussion mit drei jungen, Hamas-kritischen Palästinensern (nach eigener Auskunft).
Es waren nicht sehr viele nicht-türkische oder nicht-arabische Menschen unter den Demonstranten. Überhaupt kannte ich die wenigsten vom Sehen. Die Beteiligung von nicht-muslimischen Rintelnern hielt sich offenbar und erfreulicherweise in sehr engen Grenzen.
Die Demonstration war vom örtlichen türkisch-islamischen Kulturverein ("Gemeinde" der DITIP) initiiert worden.
Nachtrag vom 18. Januar:
Und so sieht der Prototyp der derzeit von palästinensischen, arabischen, türkischen, islamischen Gemeinden und Vereinen allüberall organisierten "Friedensdemonstrationen" in etwas größerem Format als in Rinteln aus (Beispiel aus meiner "alten Heimat" Mannheim).
Danke, Wilhelm Entenmann, für den Hinweis!
Dann kam der Einsatzleiter - endlich ein vernünftiger Mensch. Er hat zwei Kollegen abgestellt, die direkt neben mir stehen sollten, meine Personalien aufgenommen und war einfach sehr angenehm sachlich und freundlich; keinerlei "bedenkliche" Rückfragen zum Vorhaben oder ähnliches.
Und dann kam die "Friedensdemo" um die Ecke: ca. 100 Menschen, laute "Tötet Israel!"-Rufe, viele Palästinenser-Tücher, vier bis fünf grüne Stirnbänder, ein paar Plakate und Spruchbänder, von denen der "offiziell vorbereitete Teil" durch Gleichfarbigkeit (schwarze Schrift auf gelbem Grund) und political correcte Slogans auffiel: "Gegen Krieg!" - "Frieden für Gaza!" usw. Daneben auch ein selbstgemaltes "Allahs Segen für die Freiheitskämpfer der Hamas!"-Schild und ein "Unsere Kinder sterben in Gaza"-Spruchband, das bezeichnenderweise von drei ca. vierzehnjährigen Mädchen getragen worden ist. Merkwürdige "Hintermänner" hinter den Organisatoren (welch letztere ich - wir leben ja in einer Kleinstadt - persönlich kenne), die immer wieder Rücksprache hielten.
Die Ansprache - zunächst in Deutsch - war nicht weiter auffällig (zumindest in Deutsch): Allgemeinplätze: Frieden, Ende der Eskalation usw. Dann Ansprache auf Türkisch (evtl. auch auf Arabisch), teilweise unterbrochen durch einen "Megaphon-Vorsänger" und chorale Wiederholung durch die Menge. Ich hätte gerne gewusst, was da gerufen wird.
Zuletzt schließlich - wieder auf Deutsch - Ende der Kundgebung. Der Organisator verpflichtete die Menge darauf, auch jetzt friedlich zu bleiben und nach Hause zu gehen.
Zu diesem Zeitpunkt gesellten sich vier weitere Polizisten zu mir und zwei Freunden, die inzwischen noch eingetroffen waren. Dann kamen nacheinander etwa 10 Leute aus der Menge und machten Fotos von mir und dem Plakat. Wir blieben noch eine Weile stehen, bis sich die Versammlung aufgelöst hatte und wurden dann von zwei Polizisten ein Stück Richtung zuhause begleitet. Auf dem Weg noch eine kurze, inhaltliche, aber sehr friedliche und halbwegs vernünftige Diskussion mit drei jungen, Hamas-kritischen Palästinensern (nach eigener Auskunft).
Es waren nicht sehr viele nicht-türkische oder nicht-arabische Menschen unter den Demonstranten. Überhaupt kannte ich die wenigsten vom Sehen. Die Beteiligung von nicht-muslimischen Rintelnern hielt sich offenbar und erfreulicherweise in sehr engen Grenzen.
Die Demonstration war vom örtlichen türkisch-islamischen Kulturverein ("Gemeinde" der DITIP) initiiert worden.
Nachtrag vom 18. Januar:
Und so sieht der Prototyp der derzeit von palästinensischen, arabischen, türkischen, islamischen Gemeinden und Vereinen allüberall organisierten "Friedensdemonstrationen" in etwas größerem Format als in Rinteln aus (Beispiel aus meiner "alten Heimat" Mannheim).
Danke, Wilhelm Entenmann, für den Hinweis!
Friedensdemo?
Donnerstag, 15. Januar 2009
Am Freitag, den 16. Januar findet in Rinteln eine "Friedensdemo" zur Beendigung des aktuellen Krieges im Gazastreifen statt. Initiator ist der türkisch-islamische Kulturverein Rinteln und seine Sicht der Dinge wird in der heutigen Ausgabe sowohl der Schaumburger Zeitung als auch der Schaumburger Nachrichten ausgiebig - und kritiklos - dargestellt.
Ich werde morgen bei der Abschlusskundgebung auf dem Rintelner Marktplatz als Ein-Mann-Gegendemo präsent sein - mit folgendem, heute eigens angefertigten Din/A1-Plakat und ebenfalls folgenden Handouts in Din/A4 (Durch Anklicken der Bilder können Sie das jeweilige PDF in Originalgröße downloaden).
Plakat:

Flugblatt:

Ich werde morgen bei der Abschlusskundgebung auf dem Rintelner Marktplatz als Ein-Mann-Gegendemo präsent sein - mit folgendem, heute eigens angefertigten Din/A1-Plakat und ebenfalls folgenden Handouts in Din/A4 (Durch Anklicken der Bilder können Sie das jeweilige PDF in Originalgröße downloaden).
Plakat:

Flugblatt:

Ein frohes Neues Jahr!
Freitag, 9. Januar 2009
Einblicke ins Sortiment
Freitag, 26. Dezember 2008
(Seite 1 von 4, insgesamt 18 Einträge)
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